Tierklinik Friedrichsdorf

Toxoplasmose

 

Inhaltsverzeichnis

1 Ursache
2 Symptome
3 Diagnose
4 Therapie und Prophylaxe

 

Ursache

Auslöser der Toxoplasmose ist der Einzeller Toxoplasma Gondii, dessen einzige Endwirte Hauskatzen und alle zur Familie der Katzen zugehörigen Raubkatzen sind. Eine Infektion findet durch die Aufnahme von mit Gewebezysten befallenen Beutetieren, durch Verfütterung von rohem oder ungenügend gegartem Fleisch statt. Der Mensch, wie auch andere Tierarten, fungieren als potentielle Zwischenwirte, d. h., es findet eine Toxoplasmoseinfektion statt, im Gegensatz zur Katze scheiden sie aber keine Oozysten (infektiöses Entwicklungsstadium) aus.

Eine solche Infektion verläuft, auch beim Menschen, in der Regel ohne besondere Auswirkungen. Bei immunschwachen Menschen und Schwangeren besteht das Risiko einer Erkrankung. Aus diesem Grund wird die Katze sehr häufig als möglicher Ausscheider in der Praxis vorgestellt um festzustellen, ob von ihr eine Toxoplasmose-Ansteckungsgefahr ausgeht. Rohes und ungenügend gekochtes Fleisch, sowie Rohwurstwaren sind jedoch die Hauptansteckungsquelle für den Menschen. Die Katzen spielen als Überträger der Toxoplasmose praktisch keine Rolle.

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Symptome

Eine Toxoplasmoseinfektion kann sich durch folgende Symptomatik äussern: Fieber, Lungenentzündung, Husten und Gelbsucht durch Leberentzündung. Selten sind neurologische Störungen durch eine Hirnhautentzündung zu beobachten, z. B. Blindheit, Koordinationsstörungen oder Kreisbewegungen.

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Diagnose

Wann wird es notwendig, eine Toxoplasmoseerkrankung bei der eigenen Hauskatze ausschließen zu lassen? Wenn Sie als Katzenbesitzer dem gefährdeten Personenkreis (immunschwache Menschen oder Schwangere) angehören und auch nur eine der nachfolgenden sechs Fragen mit “Ja” beantworten, empfehlen wir eine Untersuchung des Tieres auf Toxoplasmoseerreger:

  • Ist Ihre Katze Freigänger und fängt Mäuse, Vögel oder Kleinnager?
  • Wird Ihre Katze mit Wurstresten oder rohem Fleisch gefüttert (auch nur ab und zu)?
  • Liegen Krankheitserscheinungen vor, die einen Verdacht auf Toxoplasmose nahelegen (Dazu können folgende Symptome gehören: Husten, Lungenentzündung, Fieber, Gelbsucht, Leberschaden, Koordinationsstörungen und Erblinden)?
  • Besteht bei der Katze eine Immunschwächeerkrankung, wie z. B. FIP, FIV oder Leukose?
  • Bekommt Ihre Katze immunschwächende Medikamente verabreicht (z. B. Kortison)?
  • Befindet sich die Katze kürzer als vier Wochen bei Ihnen?

Wenn eine Toxoplasmose bei Ihrer Katze nicht sicher ausgeschlossen werden kann oder ein konkreter Verdacht besteht, sollte eine Kot- oder Blutuntersuchung durchgeführt werden. Die Unterschuchungsarten unterscheiden sich wie folgt:

Kotuntersuchung: Toxoplasmenoozysten werden in der Regel ca. zwei bis drei Wochen nach einer stattgefundenen Infektion von der Katze ausgeschieden. Zu diesem Zeitpunkt würde eine Blutuntersuchung negativ ausfallen. Ab der dritten Woche besteht in den meisten Fällen eine belastbare Immunität. Die Katze wird dann seropositiv und scheidet keine Oozysten über den Kot mehr aus. Nur in seltenen Fällen, z. B. bei starker Immunschwächung, kann die Ausscheidung reaktiviert werden. Daher kann man die Toxoplasmose bei einem positiven Ergebnis der Kotprobe zwar nachweisen, bei einem negativen Ergebnis aber nicht ausschließen.

Blutuntersuchung: Die Blutserumuntersuchung ist frühestens zwei Wochen nach einer Infektion positiv. Es findet eine Titerbestimmung statt, sowohl niedrige als auch hohe Titer sagen aber nichts über eine Oozysten-Ausscheidung über den Kot aus. Die Serollogie allein eignet sich also nicht zur Abklärung eines Ansteckungsverdachts.

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Therapie und Prophylaxe

Durch eine tägliche Reinigung der Katzentoilette, die aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr nicht durch Schwangere ausgeführt werden sollte, wird der Entwicklungszyklus der Toxoplasmoseerreger bis zur ansteckenden Oozyste unterbrochen. (Die Entwicklungsdauer nach dem Kotabsatz beträgt bei 25°C mindestens 24 Stunden.)

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Quelle: <a href=”http://www.mietz-und-meise.de” title="Tierklinik Friedrichsdorf" target="_blank">Tierklinik Friedrichsdorf</a>

 

Andreas Mietz und Uwe Meise, Tierheilpraktiker