Tierklinik Friedrichsdorf

Hüftgelenksdysplasie

 

Inhaltsverzeichnis

1 Ursache
2 Symptome
3 Diagnose
4 Therapie

 

Ursache

Die Hüftgelenksdysplasie ist eine Erkrankung, die häufig bei mittelgroßen und großen Hunderassen vorkommt, gelegentlich aber auch bei kleineren Rassen zu beobachten ist. Sie entwickelt sich sehr oft während der Wachstumsperiode unter Einwirkung von Umwelteinflüssen, wie Ernährung und Haltung.

Bei der beim Deutschen Schäferhund vorkommenden zuchtbedingten HD-Form ist bei der Röntgenuntersuchung zuerst eine Abflachung des Pfannenrandes zu beobachten. Danach folgen Instabilität oder mangelnde Straffheit der Bänder. Ob die vor allem bei Dogge, Bernhardiner und Mastiff beobachtete Veränderung des Hüftkopfes die gleiche Ursache wie die Hüftgelenksdysplasie der Schäferhunde hat, ist bisher ungeklärt. Das klinische Bild ist ähnlich und beide treten zwischen dem vierten und zehnten Lebensmonat auf. Gleichzeitiges Bestehen von Veränderungen im Knie und/oder Schultergelenk findet man in 30 % aller Hüftgelenksdysplasie-Fälle.

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Symptome

Die Symptome, die ein Tier mit Hüftgelenksdysplasie zeigt, sind spontane Lahmheiten mit Schwierigkeiten beim Aufstehen sowie ein verkleinerter Bewegungswinkel des Hüftgelenkes in Verbindung mit einer verminderten Aktivität. Die passive Bewegung des Hüftgelenkes ist schmerzhaft. Durch eine spezielle Untersuchung kann auch im Frühstadium eine bestehende Gelenkinstabilität diagnostiziert werden.

Bestimmte Muskel können verdickt und schmerzhaft sein. Dies geschieht dadurch, dass sie zur Stabilisierung der lockeren Gelenke beitragen wollen und es hierdurch zu Muskelverspannungen kommt. Im späteren Stadium der Hüftgelenksdysplasie kommt es zur Hüftgelenksarthrose, die mit Einschränkung der Gelenkbewegung, Lahmheit und dadurch bedingten Muskelschwund der Hinterhand einhergeht.

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Diagnose

Eine sichere Diagnose kann nur durch Röntgenuntersuchung gestellt werden.

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Therapie

Im Fall der fortgeschrittenen HD können die Verabreichung von Anabolika-Spritzen, Antiphlogistika und Analgetika (durch einen Tierarzt) angezeigt sein und die Gabe von Aufbaupräparaten wie z. B. Cani-Gel und Präparaten mit dem Inhaltsstoff Teufelskralle die Erkrankung unterstützend behandeln.

Auch eine operative Versorgung bei einer Hüftgelenksdysplasie ist in schweren Fällen möglich. Hier gibt es die Methode, bei Hunden unter 20 kg Körpergewicht den Hüftkopf operativ zu entfernen, oder bei schwereren Hunderassen das kranke Hüftgelenk durch ein künstliches zu ersetzen. Grundsätzlich soll die Auswahl der im Einzelfall am besten geeigneten operativen Technik von einem erfahrenen Orthopäden getroffen werden. Empfehlenswert ist auch die Vorstellung mit Röntgenbildern in einer Tierärztlichen Hochschule.

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Quelle: <a href=”http://www.mietz-und-meise.de” title="Tierklinik Friedrichsdorf" target="_blank">Tierklinik Friedrichsdorf</a>

 

Andreas Mietz und Uwe Meise, Tierheilpraktiker