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Borreliose
Inhaltsverzeichnis1 Ursache
UrsacheIm Jahr 1984 wurde das Bakterium Borrelia burgdorferi als Erreger der Borreliose entdeckt. Seither nimmt die Bedeutung dieser Infektionskrankheit stark zu. In Europa sind fünf verschiedene Spezies von Borrelia burgdorferi bekannt. Borrelien verursachen schwere Erkrankungen bei Hunden, aber auch bei Pferden wird die klinische Bedeutung dieser Infektionskrankheit diskutiert. Bei Katzen ist bisher kein Fall einer klinischen Borreliose wissenschaftlich nachgewiesen worden. Die Übertragung des Borreliose-Erregers erfolgt während der Blutmahlzeit durch infizierte Zecken - und zwar in allen Regionen Deutschlands, wobei die höchste Durchseuchungsrate der Zecken mit 10 - 15 % in Süddeutschland liegt. Kleine Säuger, wie z. B. Mäuse und Ratten, sowie Vögel dienen den Borrelien als Zwischenwirt. Nach einer stattgefundenen Infektion wandern die Borreliose-Bakterien bevorzugt in Lymphknoten, Bindegewebe und Gelenke. Die Zeitspanne zwischen Infektion und Ausbruch einer Borreliose-Erkrankung ist sehr unterschiedlich. >>> nach oben
SymptomeDurch die verursachten Gewebeschäden werden als häufigstes Symptom Lahmheiten in der Praxis vorgestellt. Diese resultieren aus Muskelschmerzen und -verspannungen, Gelenkschwellungen, akuten und chronischen Arthrosen. Weiter können Fieber, Schmerzen, gestörtes Allgemeinbefinden, Lymphknotenschwellungen, Muskelzittern, Hautveränderungen, Herzmuskelentzündungen, Nierenbeckenentzündungen, Wirbelsäulensyndrome und neurologische Ausfallerscheinungen bei einer bestehenden Borreliose-Erkrankung auftreten. >>> nach oben
DiagnoseDurch das Zusammentreffen folgender Kriterien lässt sich die Diagnose Borreliose stellen:
In bestimmten Gebieten weisen bis zu 50 % der Hunde einen positiven Antikörpertest gegen Borrelia burgdorferi vor. Hiervon entwickeln aber nur 5 - 10 % eine Borreliose. Das positive Testergebnis zeigt nur den Kontakt mit dem Borreliose-Erreger an. Es gibt aber auch Hunde, die sich infizieren, erkranken und einen negativen Antikörpertest aufweisen, weil die körpereigene Abwehr nicht reagiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem negativ getesteten Tier eine Borreliose vorliegt, ist jedoch sehr gering. >>> nach oben
Therapie und ProphylaxeSeit ein paar Jahren gibt es eine Schutzimpfung gegen Borreliose bei Hunden. Eine wirksame Behandlung nach bereits erfolgter Infektion ist nur unter Anwendung von Tetracyklinen und Antibiotika möglich. Die Medikation muss aufgrund der langen Generationszeit des Erregers mindestens 21 - 28 Tage lang durchgeführt werden. Bei chronischen Infektionen kommt es zu nicht reparablen Gewebeschädigungen (z. B in Gelenken), die dann trotz erfolgreicher Behandlung der Borrelien zum Fortbestand der Kranheitssymptome führen. Deshalb kann bei chronischen Infektionen ein nur unbefriedigender Therapieerfolg bei der Behandlung einer Borreliose einsetzen. Neben der Schutzimpfung ist daher die Prophylaxe durch den Tierhalter von großer Bedeutung: Wenn möglich, vermeiden Sie Spaziergänge in typischen Zeckenregionen. >>> nach oben
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