THP A.Mietz & U.Meise

Hufknorpel-Verknöcherung

Ursache

Besonders anfällig für die Hufknorpelverknöcherung sind Pferde von einem schweren Schlag. Ursachen für die Entstehung der Verknöcherung sind übermäßige Erschütterung beim ständigen Gebrauch auf harten Straßen, besonders begünstigend wirken aber auch einseitige Belastungsverhältnisse, wie sie z. B. bei der bodenengen, bodenweiten, o- und x-beinigen, zehenengen und zehenweiten Stellung sowie ausgeprägten diagonalen Dehnungen der Gliedmaßen vorliegen. Auch ein falscher Hufbeschlag oder falsches Kürzen des Hufes, sowie ein schief abgelaufenes Hufeisen können zur Entstehung der Hufknorpelverknöcherung beitragen.

Symptome

Meist sind die Vordergliedmaßen betroffen (bedingt durch vermehrte Belastung). Im fortgeschrittenen Stadium der Hufknorpelverknöcherung kann man einen klammen Gang beobachten und es kommt zu Lahmheiten. Die Lahmheit entsteht durch Entzündungen der Wandlederhaut im Bereich der Hufknorpel, bei denen es zu Blutungen und zum Auftreten von Steingallen der Hornblättchenschicht im Huf kommt, die sich später in der weissen Linie als gelb-rötliche Verfärbung zeigen kann.

Diagnose

Bei der Verknöcherung des Hufknorpels findet eine allmähliche Umwandlung des Hufknorpelgewebes im Knochen statt. Meist behält der Knorpel seine Form, jedoch nimmt manchmal sein Umfang zu und er verändert sich zu einer blumenkohlähnlichen Gestalt. Hierbei zeigt der Ballen eine unregelmäßige, höckerige Form. Tastet man die Ballengrube mit den Daumen ab so stellt sich heraus, dass der Knorpel nicht mehr elastisch, sondern ganz oder teilweise verhärtet ist. Dieser Vorgang kann sowohl von der Anhaftungsstelle des Hufknorpels, vom Hufbeinast, als auch vom Zentrum des Knorpels ausgehen.

Therapie

Die Hufknorpelverknöcherung ist unheilbar und erfordert dadurch geeignete Maßnahmen zur Linderung des Leidens. Solche sind z. B. ein Beschlag mit breiten, geschlossenen Hufeisen, Hufeisen mit stoßdämpfenden Einlagen, Unterlegen von Lederstreifen, Dünnraspeln der Hornwand, Schneiden von Entlastungsrinnen, Weichhalten der Hufe durch häufiges Baden, gutes Einfetten und das Verbringen der Tiere in weiche Bodenverhältnisse. Die Anwendung verschiedener homöopathischer Medikamente sowie die Gabe des Präparates “Equi-Gel” bringen bei Hufknorpelverknöcherung ebenfalls Linderung.

Für diese Artikel räumen wir Ihnen gerne das Recht zur Weiternutzung ein, in diesem Fall versehen Sie die Zitate bitte mit folgender Angabe (der enthaltene Link zur Klinik öffnet sich in einem neuen Fenster):

Quelle: <a href=”http://www.mietz-und-meise.de” title="Tierklinik Friedrichsdorf" target="_blank">Tierklinik Friedrichsdorf</a>